Albanien 2020

Wir lieben es, individuell zu reisen um Gegenden zu entdecken, die ihre Ursprünglichkeit noch bewahren können. Als eingefleischte Geländewagenfahrer wollten wir etwas Neues probieren und mit einem 4×4 Wohnmobil genauso reisen, wie wir in der Vergangenheit mit einem Toyota unterwegs waren. Sicher ist ein Geländewagen härter im Nehmen und extreme Passagen steckt ein Fahrzeug mit Leiterrahmen ganz anders weg, hat mehr Verschränkung, Bodenfreiheit und Sperren. Doch ganz ehrlich: Wer begibt sich mit seiner Familie im Urlaub auf Hardcore-Offroad-Tour?

Kombiniert man aber das Reisen auf landschaftlich schönen Schotterpisten und hat ab und zu eine Offroadpassage zu meistern, freuen sich alle, ohne dass man Angst haben muss, die Reise vorzeitig beenden zu müssen. Albanien ist geradezu perfekt dafür und die wunderbaren Landschaften und die Gastfreundschaft der Menschen machen den Urlaubstrip unvergesslich.

Der Hymer Grand Canyon S war die beste Wahl

Über Albanien und dessen schöne Offraod-Strecken hatten wir schon viel gelesen und besorgten uns die Reiseführer und Unterlagen des Hobo-Teams. Mit Fernweh studierten wir die Beschreibungen und stellten unsere Route grob zusammen. Das ist für uns wichtig, damit unsere Kinder nicht nur im Auto sitzen und garantiert ist, dass wir außerhalb des Wohnmobils immer wieder Schönes entdecken und Spannendes erleben. In den Büchern vom Hobo-Team findet sich alles, was Individualisten wie uns interessiert. Wertvolle Tipps inklusive.

Also Ziel erkannt. Rein ins HYMERCAR Grand Canyon S 4×4, fertig und los!

Beim Packen und Verstauen sind wir inzwischen echte Meister geworden, so dass wir den großen Stauraum im Sprinter auch perfekt ausgenutzt haben. Als Familie mit zwei Kindern sammelt sich so einiges an, was unbedingt mit muss, aber am Ende nie gebraucht wird. Kennt wohl jeder und lernt selten daraus … 😉

Albanien ist (noch) ein Offroad-Paradies.

Der GCS hat uns sicher an alle Ziele gebracht hat, die wir uns aus den Tourenbeschreibungen entnommen haben. Für Individualisten und Offroad-Fans sind diese hilfreich und führen die Abenteurer nicht nur im Kreis herum, sondern an interessante Orte und Ausblicke.

Hängepartie an der Hängebrücke

Unsere Fahrkünste wurden mit dem knapp 4 Tonnen schwerem Gefährt an dieser Hängebrücke östlich von Elbasan auf eine erste harte Probe gestellt. Zwar braucht man dafür keinen Allradler, Nerven wie Drahtseile aber schon. Ganze 4 cm Platz zwischen den Außenspiegeln und den Pfeilern sowie ab und zu der Blick durch Bretter, direkt ins Flussbett, brachten nicht nur den Fahrer zu Schwitzen. Eine Portion Mut und Vertrauen gehörten schon dazu, die Überfahrt zu wagen. Dies trauten wir uns erst, nachdem Albaner mit ihrem Lieferwagen darüber gefahren waren.

Und auch die Vorfreude auf den steinigen Weg, der uns weiter ins Gebirge hinaufführte, lies uns euphorisch auf den Holzplanken balancieren. Nach der Brücke folgten enge und steile Kurven sowie Schotter und loses Geröll. Ohne 4×4 keine Chance!

Einsamer Stellplatz direkt an Albaniens Mittelmeer

Ein besonders schönes Erlebnis waren die zwei Tage in einer einsamen Bucht in der Nähe von Durres. Diese war nicht einfach zu finden. Die Schotterpiste dahin führte uns durch die engen Wege der kleiner Dörfer. Da hat sich die schlanke Figur und die Wendigkeit des Sprinters bezahlt gemacht.

Irgendwann hatten wir es auch geschafft – vor uns breitete sich das Meer in seiner ganzen Schönheit aus. Jetzt hieß es nur noch die steile Piste direkt bis zum Strand hinunterzufahren. Aufgepasst für Nachahmer: Ohne genügend Bodenfreiheit, 4×4 und Untersetzung sollte man sich diesen Trip jedoch schenken. Runter kommt man sicher irgendwie, aber wehe Schlechtwetter droht. Dann wird ganz schön schwierig bzw. gar unmöglich. Auch hier punktet der Werksallrad.

Das haben wir auch oft beim Wildcampen am Flussufer der Schwarzen Drin festgestellt. Runter geht’s immer – rauf unter Umständen nimmer. Da kommt der Offroader voll auf seine Kosten. Allrad und Untersetzung rein, Fuß aufs Gaspedal und dann Gas, Gas, Gas! Auf keinen Fall anhalten … 😉

Für solche Abenteuer können wir die Strecke SH31 von Peshkopia nach Kukes empfehlen. Von dort aus lohnen sich auch immer wieder kurze Abstecher abseits des Hauptweges. Da wird schon mal ein Museum von der Dorfältesten höchstpersönlich aufgeschlossen, so man sich dahin verirrt. Auch so geht Albanien.

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Albanien – in jeder Hinsicht eine Reise wert.

Land und Leute Albaniens haben uns schwer begeistert. Die abgelegenen Orte, Pisten ohne Asphalt und wenig Zivilisation, aber auch die unglaublich schöne und vor allem grüne Natur (mitten im August), traumhafte Landschaften, wie im Theth Gebirge und die einmalige Gastfreundschaft der Landsleute.

Mit dem Sprinter konnten wir jeden Weg meistern. So haben wir Menschen und Lebensumstände kennengelernt, die dem Pauschaltouristen vielleicht verborgen bleiben. Von den aufregenden Begegnungen mit „wilden“ Tieren, wie Schildkröten, Ochsen oder Hühnern, ganz zu schweigen. Vor allem, wenn diese unerwartet den nächsten Pistenabschnitt überqueren.

Leider war unsere Reisezeit begrenzt. Sonst wären wir weiter in den Süden von Albanien vorgedrungen. Das haben wir uns aber ganz fest vorgenommen. Klar, wieder mit dem Grand Canyon 4×4. Dieses Wohnmobil ist für unsere Zwecke perfekt!

Text/Bild: Romy und Mario Beier (Allroad Reisemobile – Vermieter von 4×4 Reisemobilen)

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