[WERBUNG] – diese Reise nach Norwegen wurde freundlich unterstützt von AllRoad Reisemobile Chemnitz GmbH.

Der Januar im Süden Norwegens: Mit dem Wohnmobil durch Regen, Schnee und Eis

Wir waren voll beladen und haben die 3,5 t ausgereizt. Gut, dass Gedanken nichts wiegen, denn davon hatten wir zusätzlich noch jede Menge an Bord unseres Hymer ML-T 580. Wird uns das Allradwohnmobil sicher an unsere Ziele bringen? Wird das Wetter mitspielen? Und bis wohin wird uns unsere Reise führen?

Start unserer Nordlandtour war in Chemnitz. Von hier aus sollten die nächsten Tage der Hymer ML-T 580 unsere kleine fahrende Insel sein, in der wir Großes Erleben sollten: traumhafte Fjorde zwischen majestätisch aufragenden Feldwänden, gigantische Wasserfälle, ein spektakuläre Tunnelsystem. Eis und Schnee sind im Januar zu erwarten. Doch wir hatten teilweise wirklich mit schlechten Wetterbedingungen zu kämpfen, so dass wir von unserer ursprünglich geplanten Route abweichen mussten. Wir haben den schlechten Straßenverhältnissen, Eisglätte und Regen getrotzt und sind mit Eindrücken eines wunderschönen Landes belohnt worden.

Kleiner Tipp: Die Lebensmittelpreise in Norwegen sind hoch. Deshalb noch in Deutschland einkaufen. Jeden unserer Schlafplätze haben wir mit der App Park4Night gefunden.

Und das sind unsere Stationen:

Überfahrt mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg

Wir haben die Nachtfähre genommen, um gleich früh am Tag mit der Reise in Schweden zu starten. Bei reichlich 7 Stunden Fahrt empfehlen wir eine Schlafkabine zu buchen. Das ist einfach ruhiger und man kann doch ein paar Stunden abschalten.

Hallo Schweden, wir legen an!

Also wir waren voller Begeisterung und erwärmten Gemütern. Schweden allerdings begrüßte uns mit Sturm und Regen. Aber egal – rein in die gute Stube des ML-T 580 und los ging es entlang der E6 weiter Richtung Norwegen.

Mit den AT-Reifen ist das Allradwohnmobil auch eine echt imposante Erscheinung. Da würde mich als Grenzbeamter auch interessieren, wie die Inneneinrichtung wohl aussieht. Und, wenn man in der Funktion schon einmal die Möglichkeit hat – why not? Also ließen wir die Grenzkontrolle über uns ergehen und freuten uns, dass wir gleich in Larkollen ein herrliches Plätzchen zum Übernachten gefunden haben. Direkt am See. Ohne Regen wäre das Ambiente beim Aufwachen noch reizvoller gewesen, aber es war dennoch wunderschön.

AllRoad Reisemobile Chemnitz in Norwegen
AllRoad Reisemobile Chemnitz in Norwegen, Foto: Steven Ritzer

Hurra – aus Regen wird endlich Schnee!

Nämlich als wir Kongsberg erreichten. Bis dahin sind wir weiter auf der E6 Richtung Oslo gefahren und nahmen bei Drøbak auf der 23 den Oslofjordtunnel in Richtung Drammen. In Notodden an der Heddal Stave Church machten wir unseren ersten Stopp. Angeblich wurde die wundervolle Kirche, die auch die größte dieser Art in Norwegen ist, in nur 3 Tagen vom Troll Finn erbaut. Und da wir von der neuen Landschaft und dem Schnee so begeistert waren, haben wir das Schneegestöber und riesige Schneeflocken auf der E134 bis Haukeli und beim Abstecher nach Hovden einfach weggestaunt. Und wir haben gehofft, dass unser Schlafplatz am nächsten Tag nicht völlig eingeschneit sein würde.

Die Nacht war zwar verschneit, aber wir konnten den Hymer ML-T gut zurück auf die 134 in Richtung Skare, durch die Provinz Vestfold og Telemark lenken.

Morgens, nach der Nacht im Wohnmobil …
Morgens, nach der Nacht im Wohnmobil, Foto: Steven Ritzer

Weiter nur in Begleitung.

Wir passierten Tunnel für Tunnel bei immer höher werdendem Schnee. Erst auf dem Haukelivegen ging es nicht weiter. Und, wenn, dann nur mit einem Führungsfahrzeug und Fahrt in Kolonne. Also ließen wir die Standheizung eine halbe Stunde auf der wichtigen Straßenverbindung in Norwegen mit voller Pulle laufen. So hatten wir es schön warm bis es in Begleitung eines Schneeräumfahrzeug über den Pass durch meterhohe Schneewände weiterging. Solche gigantischen Schneeverwehungen hatten wir noch nie gesehen. Wahnsinn! Bis 10 Meter hatten wir Sichtweite. Mehr ging nicht. Also mussten wir echt aufpassen, dass wir an dem Fahrzeug vor uns dranbleiben. Gut, dass wir genug Bodenfreiheit hatten, so waren wir gut gerüstet und sind bis zum nächsten Tunnel bestens durchgekommen. Ab hier ging es dann wieder relativ easy auf der E134 bis zum Langfossen Wasserfall. Den sollte man sich unbedingt anschauen. Er gehört mit einer Fallhöhe von über 600 Metern zu den fünf größten Wasserfällen in Europa und mündet in den Åkrafjorden.

Fluss im Winter
Fluss im Winter, Foto: Steven Ritzer

Schnee wechselte wieder zu Regen.

Und so mussten wir leider auf die geplante Wanderung in Odda zur Trolltunga. Dorthin sind wir auf der E13 Richtung Skare durch Schluchten und an noch weiteren Wasserfällen entlang gefahren. Ein leckere Thaimahlzeit hat uns in unserem Schlafplatz über das Regenwetter hinweggetröstet. Leider sah es am nächsten Morgen nicht besser aus und es wurde auch in Folge mit Regen gerechnet. So fuhren wir etwas traurig weiter. Auf der E13 folgend, entlang des Hardangerfjords ist die Straße zwar etwas eng, aber die traumhafte Aussicht entschädigt dafür, dass man schon etwas aufmerksam fahren sollte. Das Dorf Flåm liegt direkt am Fjord und man fühlt sich wie bei den Wikingern. Hier machten wir Kaffestopp mit Blick auf den Fjord.

Winter im Berg
Winter im Berg, Foto: Steven Ritzer
Im Spiegel
Im Spiegel, Foto: Steven Ritzer

Schnee, Schnee und nochmal Schnee.

Dann ging es weiter durch den 24 Kilometer langen und mega bunt beleuchteten Lærdalstunnel. Übrigens ist dieser Tunnel der längste Straßentunnel der Welt. Danach machten wir einen Fotostopp bei der Stabkirche Borgund in Lærdal. Wir fuhren noch bis Ryfoss. Jetzt heiß es weiter in den Norden und nahmen die 51 in Richtung Beitostølen. Und jetzt war wieder unser 4×4-Antrieb gefragt und gleichzeitig die beste Ausrüstung. Überall Schnee. Die 51 Richtung Norden wurde gar nicht mehr geräumt, aber mit dem Allradwohnmobil sind wir perfekt durchgekommen. Belohnung war ein Schlafplatz wie im Märchen. Mit der Standheizung sind die -1°C auch fein draußen geblieben.

Aber auch mit Allrad erreicht man Grenzen.

Für die Weiterfahrt auf der E51 hätten wir ein Schneemobil gebraucht. Und so mussten wir runter bis Dokka und dann Richtung E6. Glücklicherweise hatten wir eine spontane Eingebung, die E6 wieder zu verlassen und in den Rondane Nasjonalpark zu fahren.

Weiß ist ab jetzt unsere Lieblingsfarbe. Uns bot sich eine traumhafte Schneelandschaft mit Bergen und leinen Häuschen. Die scheinbar menschenleere Natur bei bis zu -13°C hat uns fast umgehauen. Wir könnten immer noch dort verweilen, so schön war das. Allerdings wollten wir ja weiter und verbrachten dort eine Nacht mit der schönstens Aussicht, die man sich vorstellen kann und anschließend mit einem leckeren, heißen Morgenkaffee. 

Hymer ML-T 580 im Schnee, Foto: Steven Ritzer
Hymer ML-T 580 im Schnee, Foto: Steven Ritzer

Hygiene muss sein.

Weiter gings in Richtung Oppdal. Hygienische Pflichten kamen wir dann in Trondheim nach. Denn Toilette und Grauwasser mussten entleert werden. Viele Entleerstationen in Norwegen haben im Winter geschlossen, doch wir sind fündig geworden. Und wo wir schon einmal da waren, haben wir auch gleich die Stadt erkundet, einschließlich Spaziergang am Fluss Nidelva bis zum historischen Stadtteil mit seinen bunten Häusern.

Doch die Natur gefällt uns eindeutig besser. Also wieder raus aus der Großstadt, rein in die Natur. Dafür war allerdings ein kleines Abenteuer von Nöten. Der Weg am See Jonsvatnet entlang war spiegelglatt. 50 Kilometer in Schrittgeschwindigkeit ließen uns teilweise das Blut in den Adern gefrieren. Doch wir hatten es geschafft und suchten uns im Stockfinsteren auf der 705 neben dem Fluss Nea einen Schlafplatz. Erstens um wieder vom Adrenalin runterzukommen und zweitens, um die durchaus schöne Strecke noch einmal ruhig ins Bewusstsein zu rufen.

Erst war es erneut spiegelglatt, dann dämmerste es uns wieder.

Der Anblick am nächsten Morgen war einfach malerisch unsere Belohnung für die Strapazen des letzten Tages. Nach einem lecker en Frühstück fuhren wir weiter Richtung Østby, immer entlang der 705. Wir fanden ein gemütliches Café, nämlich das Café 705. Die freundliche Besitzerin gab uns den Tipp, nach Røros zu fahren. Na, dann mal los.

Mit gutem Gefühl machten wir uns auf den Weg. Aber auch hier: spiegelglatt und nicht gestreut. Die eisglatten Hügel konnte man nur überwinden in dem man genug Schwung vom letzten Hügel mitnahm. Sonst wäre man einfach wieder rückwärts runtergerutscht. Das war Abenteuer mit Nervenkitzel. Aber wir hatten immer ein Auge für die atemberaubende Landschaft. Das kann man sich bei der ganzen Herausforderung einfach nicht entgehen lassen. Irgendwann, als es bereits dämmerte, sind wir in Røros angekommen und deckten uns mit Nahrungsmitteln aus dem Supermarkt ein und suchten uns einen Schlafplatz.

Am nächsten Morgen begrüßte uns Klärchen Sonne und wir spazierten durch die Gassen von Røros, eine der ältesten Holzstädte Europas – wirklich sehenswert!

Winter in Norwegen
Winter in Norwegen, Foto: Steven Ritzer

Norwegen – tierische Entdeckung und Wohlfühlzeit.

Dann ging es weiter in Richtung Tynset. Wir fuhren parallel zur E3, um auch von der Umgebung etwas mitzubekommen. Und wir waren tierisch begeistert: wir sahen zum ersten Mal einen Elch, live und in Farbe. Wow, wir waren echt beeindruckt.

In der nächsten Morgendämmerung ging es weiter in Richtung Hamar und wieder Richtung Norden auf der E6, entlang am längsten See Norwegens, der Mjøsa See. Wir fuhren nochmal in den Rondane Nasjonalpark auf der 27.

Ein kleines Spaerlebnis gönnten wir uns im Spidsbergseter Resort Rondane mit Schwimmbad und Sauna. Das fehlt leider noch im Allradwohnmobil. Eigenlich kann man hier auch Polarlichter sehen, aber es war leider bewölkt. Wieder einmal!

Und die Brücke hält doch.

Etwas enttäuscht, aber dennoch mit unerschöpflicher Reiselust fuhren wir weiter in Richtung Alvdal, entlang der E3 bis nach Koppang. Der See Storsjøen ist so wunderschön, dass man da unbedingt entlangfahren sollte. Nach der 217 weiter in Richtung E26 machten wir Stopp am See Galtsjøen. Ein herrliches Fleckchen Erde. Gut, dass wir mutig genug waren, die unzähligen Brücken zu überfahren. Und wir hatten echt mehr als einmal überlegt, es zu wagen. 

Schweden hat uns wieder.

Als wir der 218 folgten, überquerten wir die Grenze mit Aussicht auf verschneite Berge. Diesen traumhaften Anblick nahmen wir mit in unsere Träume. Denn wir suchten uns zum letzten Mal einen Schlafplatz mitten im Wald – leider! Wehmütig schwelgten wir in den Erinnerungen der letzten 11 Tage. Denn es lagen nur noch Trelleborg und die Fähre nach Rostock vor uns. Und da waren wir wieder im Land der Drängler und Raser. Fernab unseres Roadtrips, bei dem die Zeit scheinbar manchmal stehen geblieben ist. 

Unser Fazit.

Das muss man gemacht haben und wir machen es wieder! Doch merke: nur mit Allrad ist man im hohen Norden Norwegens auch wirklich allzeit bereit.

Autor/Fahrer/Bilder: Steven Ritzer
Partner/Unterstützer: AllRoad Reisemobile Chemnitz

AllRoad 4x4 Wohnmobil im Schnee
AllRoad 4×4 Wohnmobil im Schnee, Foto: Steven Ritzer

Tip der Redaktion – lies gleich hier weiter, Norwegen und das Nordkap im Winter …

5 Kommentare

  1. Hallo, wie schafft man denn 3,5 t zul. Gesamtgewicht beim ML-T 580 Allrad? Hatte auch schon Gedanken in diese Richtung … vielen Dank für ein paar Hinweise. Beste Grüße, Martin

  2. Das ist auf jeden Fall immer eine knappe Kiste. Wenn man auf wünschenswerte aber nicht unbedingt notwendige Zusatzausstattung wie Automatik, Markise und Sat-TV verzichtet, bekommt man das hin. Allerdings ist die Zuladung begrenzt, was im Winter ohne Fahrräder und Campingmöbel kein Problem ist. Empfehlenswert ist der ML-T580 aber mit 4,1 t zulässigem Gesamtgewicht. So sind auch unsere neuen Fahrzeuge konzipiert.

  3. Als Vermieter würde ich auch versuchen, auf Biegen und Brechen unter 3.5 t zu bleiben. Über die Zuladung müssen die Mieter entscheiden, aber selbe sollten über die geringe Zuladung aufgeklärt werden.
    Gute Reize!
    🙂
    René

  4. Hallo zusammen,
    über einige Informationen zum „Gasmanagement“ würde ich mich sehr freuen! Wie hoch war der Gasverbrauch, wie lange seit ihr mit einer Gasflasche ausgekommen? Hattet ihr einen LPG-Tank an Bord? Konnte man unser Gasflaschensystem in Norwegen tauschen bzw. auffüllen?
    Vielen Dank und Grüße aus Norddeutschland

  5. Hey Frank,
    wir haben auf unserer Zwei wöchigen Reise zwei Gasflaschen gebraucht. Damit betrieben wurde die Standheizung im ECO Betrieb, der Warmwasserboiler, der Kühlschrank und natürlich das Kochfeld. Wenn man also sparsam mit dem Gas umgeht, reicht es eine ganze Weile.
    Wir haben 1x eine Flasche unterwegs gekauft und benötigten dazu einen Adapter. Alles war beim freundlichen Caravanhändler zu bekommen 🙂

    VG
    Steven

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