Mit dem Wohnmobil nach Spindlermühle und von der Wanderung auf die Schneekoppe.
Nach dem Medvedin und der Elbquelle war die Schneekoppe auf jeden Fall noch fällig. Also Wohnmobil packen und ca. 170 km weit in den Osten, nach Spindlermühle. In Spindlermühle stehen wir immer auf dem Campingplatz Autokempink KRNAP. Lässige Betreiber, keine Reservierung erforderlich und Camping in Reinstkultur. Keine Parzellen, kein SAT-Anschluss, Wasser/Abwasser zentral, entsprechend frisch auch die meist tschechisch, deutsch, polnische Community. Mega sweet finden wir die Sauna und den Badezuber auf dem Platz – Holz rein, Feuer drunter und go. Erfrischen dann direkt in der Elbe, die keine 10 Meter am Campingplatz vorbei läuft. Gott, eine Lobeshymne auf den Platz – hoffentlich finden wir in Zukunft noch ein Plätzchen … ;)
Was ist die Schneekoppe?
Ihr kennt sie alle – die Werbung mit Birte Karalus aus dem Jahre 1996. Damals ging es um „gesunde“ Kost des gleichnamigen Herstellers.
Eigentlich ist die Schneekoppe die höchste Erhebung des Riesengebirges und mit 1603 Höhenmetern der höchste Berg Tschechiens. Mitten über den Gipfel verläuft die Grenze von Polen und Tschechien. Der „Bau“ auf dem Gipfel erinnert an Filme mit James Bond oder Louis de Funes. Fragt mich jetzt nicht, wie ich beim Anblick der fliegenden Untertassen darauf komme. Fakt ist, es handelt sich um ein Observatorium und ein derzeit leider geschlossenes Restaurant. Genusswanderer erreichen die Schneekoppe, von tschechischer Seite, auch mit der Seilbahn. Ansonsten eben zu Fuss, jeweils von tschechischer und polnischer Seite aus.
Wir mussten unbedingt da hoch – vielleicht auch, weil „alle“ meinten, dass wär ein ganz schöner Ritt. Und schön nicht im Sinne der Landschaft. Welche tatsächlich außerirdisch schön ist – eben im Charme des/eines Riesengebirges.
Nach Rom führen viele Wege – auf die Schneekoppe auch.
Anbei, der von uns genutzte Weg. Ab Campingplatz ziemlich strate zum Ziel …
Anstieg ist knackig, die Angabe der kumulierten Höhenmeter entspricht der tatsächlich gelaufenen Kilometer.
Und wie war’s?
Kurz gesagt – sensationell! Als „Fotograf“ liebe ich genau diese Natur. Die Vegetation, die „Rawnes“ der Natur, die Farben, die Felsen – alles …
Als „Wandersmann“ sammle ich gern Meter. So und so. Ganz zur Freude meiner lieben Anja … ;) Aber … immerhin ging es nicht durch’s Farn, denn die Wege sind BESTENS beschildert und im tadellosen Zustand. Verlaufen eher ausgeschlossen, so war sie auch ganz happy mit den 25 schnörkellosen Kilometern.
Schade, dass die Gastronomie auf dem Gipfel geschlossen hatte, aber gut das wir das vorher wussten, so war die Freude auf die Bemme (Sächsisch für belegtes Brot) riesig!
;)








Und warum ist der Abstieg denn nun schöner?
Weil unten das Bier schmeckt! So ziemlich am Ende des Weges liegt die Spindlerbaude – das belohnende Bier ein Fest für den Gaumen und auch Zeit die eintausend Höhenmeter kurz Revue passieren zu lassen.
Naja und auch weil der Abstieg in noch schönerer Landschaft stattfindet. Rechts der Blick nach Polen – zum Wielki Star (Großer Teich) – hinter uns die „gemachten“ Höhenmeter. Versöhnlich die Landung im Tal, vorbei an der tristen Schönheit der Berghütten.
Finish dann wieder im Jägerhaus Spindlermühle, auf tschechisch Restaurace Myslivna. Na zdraví!
Ps. Mann kann die Wanderung natürlich auch andersrum gehen – wir würden sie wieder so rum gehen!


Schreibe einen Kommentar