Knappe 20.000 km, genauer 19.701 km mit dem ML-T auf Basis Sprinter 907

Ein Jammer, aktuell mehr das Standmobil als das Reisemobil, der Hymer ML-T 4×4. Aber ich will daran festhalten, und mich nicht am Corona-Thema abarbeiten. Wenn es auch schwerer fällt … Abgesagte Jobs sind das eine, aber die dadurch verpassten Reisen (Wien, Bielefeld, München …) sind das andere Leid. Ja, ich weiß – wir „leiden“ alle, so kann’s auch direkt zum Thema gehen.

Knapp 20.000 km weite „Erfahrungen“ mit dem Hymer ML-T 580 4×4

Normal hätte der ML-T sicher schon 30.000 km auf dem Tacho … Aktuell sind es keine 300 km von 20.000 km entfernt und etwas mehr Zeit habe ich auch gerade.

Heute also ergänzend zu den hier schon mal beschriebenen, ersten Erfahrungen die Fortsetzung im Langzeittest … 😉 Wenngleich es gar nicht sooo viel Neues gibt.
Bitte entschuldigt die ein oder andere Dopplung zum Wohle der neuen Leser.

Eins vorab – in Summe macht der Hymer-Packesel, in Form einer Zwei-Raumwohnung, einen astreinen Job. Etwas vom „Aber“ gibt es natürlich auch, sollen ja ehrlich bleiben, die Erfahrungen.
Was aber eindeutig nicht bedeutet, dass ich mit dem ML-T unzufrieden bin. Fehler/Macken hat wohl jedes Wohnmobil. Bin da, nach 9 Wohnmobilen, auch Kummer gewöhnt und recht schmerzlos. Ist eben so. Muss gemacht werden. Meist ohne langes Warten in den überlasteten Werkstätten. DIY.

Der Aufbau Hymer ML-T 580 4×4

Der Eingang.

Oder besser die Aufbautür. Hier gibt es ja, zu Problemen, den ein oder anderen Beitrag im Netz. Das betraf wohl nicht die Standarttür, die ich auch habe. Kurzum – sie schließt. Auch dicht.
Mittlerweile hat sie ein zusätzliches Sicherheitsschloss bekommen, warum weiß ich auch nicht. Man/n macht sich da wohl irgendwie verrückt … 😉
Na wie auch immer, der Einbau ist kein Hexenwerk und braucht mal 2 Stunden Ruhe.

Undichte Aufbautür.

In etwa die gleiche Zeit habe ich gebraucht, um das Fenster der Tür abzudichten. By the way – schade, dass die Fenster am ML-T so hell ist ein zwei Tönungsstufen hätten denen gut „gestanden“. Ja, da spricht der Optiker in mir … 😉

Zurück zur Dichtung. Immer wenn es regnete, konnte ich eine Pfütze auf dem Türrahmen (unten) beobachten.

Wasser im Wohnmobil macht mich porös. Immer. Wenn es auch im solchen Fall nicht nach innen gekommen ist/wäre. Aber im Winter könnte der Frost die Tür an der Stelle „dicker“ machen.

Lösungen?

Lösung eins, Löcher in die die Tür bohren (Hersteller?). Habe ich noch nicht gemacht, hole ich vielleicht mal nach. Lösung zwei – meine Lösung – abdichten. Der Gummi, der um das Fenster läuft ist eher ein Schlübbergummi. Sprich, mich wundert es, dass er nicht von selbst davon geflogen ist. Er dehnt sich im Sommer mega, um sich im Winter zusammen zu ziehen. Na klar, ist ja die Natur der Sache. Sah aber nicht so 3x aus. Also gleich raus damit. Mit der Fensterdichtung hat der eh nichts am Hut. Meine ich. Denn um das Fenster wird weiter innen gedichtet. Hier vermute ich auch das Leck. Um das konsequent richtig zu machen, wäre wohl eine neue Tür fällig gewesen. Ich glaube/vermute eine Demontage der Tür ist nicht möglich. Die Plaste-Verkleidung innen wird unter den umlaufenden Rahmen gepresst. Öffnen = Totalschaden, meine ich.

Meine Lösung ist also …

Als erstes den laveden Gummi raus, um dafür eine schöne Sikaflex-Fuge rein zu ziehen. Erstens ist es nun dicht und zweitens sieht es nun wesentlich eleganter als vorher aus. Hymer – könntet ihr so ab Werk machen … 😉

Die Trittstufe.

Irgendwie ein Dauerbrenner bei Wohnmobil-Aufbauten. Versteh‘ nicht, warum die Trittstufen nicht konsequent am Rahmen der Basis befestigt wird. Stattdessen am „Leichtbau-Aufbau“ …
So hat es mich, ehrlich gesagt, nicht gewundert, dass da was schief ging. Nach einiger Zeit stellte sich ein „Knarzen“ beim benutzen der Trittstufe ein. Also alles reinigen, schmieren – Geräusch noch da. Hm.
In Portugal hatte ich etwas mehr Zeit dafür, wohl auch genervte Ohren. Aber auch – was quietscht hat Spiel. Hier und da muss das auch – an der Stufe wollte ich es nicht haben. Also Taschenlampe, Stirnlampe und unter den Karren.

Wow! Öl am Automatikgetribe … Sch … Dazu weiter unten.


Jedenfalls habe ich das Übel gefunden. Die Mulde, an welche die Trittstufe geschraubt wird, ist rechts und links mit Metall verstärkt. Diese Verstärkung ist auch zwingend notwendig. Hastig, also mit Schwung, benutzt gehen da einige Kilo’s drüber …

So wäre es außerordentlich wichtig gewesen, dass so zu montieren, wie es der Ingenieur geplant hat. Also ohne Luft zwischen Wann und Blech. Junge Junge. Kleiner Fehler große Wirkung eben. Jedenfalls war das Befestigungsloch vorn rechts leicht ausgerissen. Supi! Nun ist es, durch ein Blech, verstärkt. Der Zwischenraum zwischen Verstärkung und Trittwanne am Aufbau wurde auch beseitigt. Denn genau diese Luft, zwischen dem Blechwinkel und der Kunststuffmulde, war schuld für das Ausreisen. Nun passiert da nichts mehr …

Die Dinette.

Perfekt. Gemütlich. Groß genug und funktioniert. Über die Ambientebeleuchtung freue ich mich immer noch wie ein kleines Kind. Des Fernseher (war bei mir schon so vorkonfiguriert, wollte ich eigentlich nicht – würde ihn nun auch nicht mehr her geben ;)) und dessen Halterung könnte etwas tiefer. Wegen dem Genick …

Ansonsten schmücken nun zwei Löcher unseren Leichtbautisch.

Gebt acht auf die schweren Sachen, die ihr in den Hängeschrank räumt. Nach der Halbwüste Bardenas Reales war alles gut geschüttelt, so flüchtete ein kleines Radio mit Schwung auf den Tisch und verewigte seine Kanten drin. Anthrazitfarbener Spachtel und zwei DRAUZZEN-Aufkleber machen den Tisch nun wohnlicher … 😉

Das Bad.

Dachte eben, dass ich ganz schön viele Mängel an den Anfang gestellt habe … Wollte ja ehrlich sein. Auch im Bad gibt es was zu reparieren, besser zu verbessern … 😉 Aber vorher eine eindeutig positive Rede des Dankes an das ML-T-Bad.

Ein Traum! Ordentlicher Wasserdruck. Eine ausreichend große Duschkabine – ja ist mir wichtig. Als Freisteher, im Job, brauche ich die Dusche täglich. Beim Grand Canyon S hatte ich immer, wie ein Opfer, den Vorhang am Arsch kleben. Neben Beulen am Kopf und ein Reinigungprozedere, was nicht gerade an Männer erinnert. Sorry liebe Frauen … 😉

… Trenntoilette?

Ich sinniere immer mal wieder, die Toilette gegen eine Trenntoilette zu ersetzen. Das wär’s! Habe mich da auch neulich mal eine Weile damit beschäftigt. Passend dazu der O-Ton eines Monteurs, der auch selbst Offroad unterwegs ist … Achtung an’s schwache Gemüt, könnte gröber werden.

Damit, dass ich mir in mein eigenes Wohnmobil scheisse, komme ich vielleicht grade noch klar, aber die Scheisse dann noch umzurühren, das heut dem Fass den Boden aus …

So sieht es aus. Nach jedem „Gang“ muss gerührt werden. Und an der Stelle bin ich geschüttelt nicht gerührt … Auch vom Prozedere des Leerens. Auch stört mich die unfassbar hässliche Optik der, aktuell erhältlichen, Systeme. Da ist das die Größe (steht weiter im Raum) noch verkraftbar.

Hoffentlich stoße ich hier keinen Glaubenskrieg an … 😉
Die Freisteherrei ist ein ganz anderes Thema, greife ich demnächst mal auf. Nur so viel. Ich war unlängst in Portugal, dort wird derzeit massiv gegen die Freisteher vorgegangen. Nach einem Blick in die Natur auch zu recht. Leider. Aber später dazu mehr.

Was ist den nun mit dem Bad?

Da hab ich mich wieder richtig verzettelt … 😉 Wie gesagt, das Bad rockt mich und funktioniert ohne Ausfälle. Einzig der Abfluss des Waschbecken war etwas müde. Ab Werk. Bei vollem Waschbecken und dem Druck des Wassers kein Problem. Bei normalem Wasserlauf, ohne Stöpsel, lief das Wasser nur sehr sehr zögerlich ab. Unterwegs mal schnell Hände waschen, hieß dann auch warten, bis es aus dem Becken gelaufen ist.

An dieser Stelle ein irrer DANK an Stefan aus der Facebookgruppe (Hymer ML-T und Grand Canyon S). Stefan hat hier beschrieben und bebildert, wie die Entlüftung des Waschbeckens funktioniert. Fachmann für Gas, Wasser, Scheisse eben! Das ist so super beschrieben, dass ich das hier mal spare.

Die Küche.

Ok, der große Koch bin ich nicht. Eher so der Sommelier in Sachen Wein. Nein, nicht der mit dem Fachwissen, der mit der vielen Erfahrung … 😉
Kurzum die Küche kücht – ohne erkennbare Mängel. Beim Spülen bleiben Beulen am Kopf, im Vergleich zum GCS, auch hier aus. Die recht vollen Schieber verrichten 1A ihren Dienst, darunter befindet sich nun die Verteilung der Dieselheizungsrohre.

Hatte ja schon mal geschrieben, dass der Kühlschrank zu groß ist. Für mich jedenfalls. Hätte da lieber etwas mehr Stauraum. Oder noch besser. Eine Trennung im Kühlschrank. So das nicht immer der ganze Bereich gekühlt werden muss. Denn. Kalt macht’er. Auch im Sommer. Aber Gas braucht’er dann eben auch. Viel.

Das Schlafzimmer.

Dachte eben wenn die Überschriften jemand, ohne Bezug zu einem Wohnmobil, liest, der feiert doch ordentlich. Gerne! 😉

Jedenfalls funktioniert auch das „Schlafzimmer“ in seiner Eigenschaft. Wünschenswert wären nur qualitativere Matratzen gewesen. Die find ich, ohne Empfindlichkeiten am Rücken, etwas mager.

Schlecht gelöst sind auch die „Bretter“, die man beim Schlafen vor das Fenster klemmen soll. Um dadurch Schäden an den Jalousien und am Fenster zu vermeiden. Ich hab‘ sie raus geschmissen. Wenn mich jemand beim Schlafen beobachten will – bitte.

Die Garage.

Ein/mein Traum. Foto-Technik einfach rein feuern – ohne Sortierorgien. Die Halterung für den Roller bewährt sich, nun auch für das Rad. Zusätzliche Zurrösen und Schienen schaffen Ordnung.
Nein. Nichts zu meckern …
Ok. Der Garage wegen verliert der Hymer ML-T 580 ordentlich an Böschungswinkel. Für alle, die hier „mehr“ wollen und bei Hymer bleiben wollen. Der Hymer ML-T 560 ist etwas kürzer.

Passend dazu, hier alle ML-T-Masse im Vergleich.

Masse Hymer ML-T im Vergleich
Masse Hymer ML-T im Vergleich, Quelle: Website Hymer, 2019

Die Technik allgemein.

Kurz um. Keine Störquellen bekannt. Das Hymer Smart-Battery-System begeistert mich immer noch mächtig. Solar ist nach wie vor kein Thema für mich. Vielleicht hole ich mir mal so ein mobile Platte für den Notfall. Aber eigentlich auch nicht, da ich Strom bislang noch nicht vermisst habe …

Was ich eigentlich gar nicht brauche, ist der der 220-V-Konverter. Organisiere mir die Ladegeräte meiner Foto-Technik immer für 12 Volt.
Sonst fällt mir in Sachen Technik echt nichts Neues ein. Brummt also alles.

Erfahrungen mit der Heizung.

Nach dem Einbau der Dieselheizung hatte ich Anfang des Jahres genug Zeit für einen „Verbrauchtest“. Nein, nicht der Diesel-Verbrauch, der ist kaum feststellbar. Vielmehr der Gasverbrauch. Ich war in Frankreich, Spanien und Portugal. Hätte mich also schon mit 3 verschiedenen Gasflaschen, besser mit deren Anschlüsse, beschäftigen müssen … Allein dafür hat sich die Dieselheizung gelohnt.

Jedenfalls bin ich nun auch hier eine Erfahrung weiter … 2/3 einer 11 KG Flasche in einem Monat. Das Ganze beim Temperaturen von 0 bis 22 Grad. Die Heizung lief hier und da über Nacht sowie fast jeden Morgen und Abend. Das Gas wurde zum Kochen und für das Warmwasser gebraucht. Autark auch für den Kühlschrank.

Meine Sache – der nun geringe Gasverbrauch. Somit Schluss mit dem ewigen Flaschenwechsel.

Noch schnell ein Tipp.

Nach knapp einjähriger Nutzung (umjährig) habe ich neulich mal die Leitungen gespült. So, wie ich es hier beschrieben habe. Das war höchste Zeit und gar nicht so ansehnlich, was da aus den Leitungen kam …
Und da lasse ich immer schon alles ab, wenn ich den Hymer ML-T mal eine Woche nicht brauche. Andreas aus der FB-Gruppe sagt, er lässt nie ab. Dreht dafür die Wasserhähne immer mal auf, um das stehende Wasser aus den Leitungen zu spülen. Leuchtet mir irgendwie auch ein. Vielleicht haben wir ja einen Fachmann unter den Lesern? Würde mich echt interessieren, wie man/n es richtig macht.

Die Basis – der Mercedes Benz Sprinter 907 mit V6 Maschine.

DIE Maschine.

Der legendäre V6 von Mercedes Benz „soll“ ja entfallen. Wohl als Folge der Emissionsdebatten. Kurz und gut, ich bin froh einen zu haben. Wenngleich ich ihn so nicht konfiguriert hätte, wie schon geschrieben. Der Hymer ML-T cruist gemütlich durch die Berge, spurtet beim Überholen und kommt auch voll beladen nicht in’s Schwitzen.

Das Automatik-Getriebe.

Nun bin ich restlos davon begeistert. War ich doch, gerade in Sachen Gelände, immer FÜR den Schalter. So weiß ich die Automatik nun zu schätzten. Was aber auch am zunehmenden Alter liegen könnte. Soll nun ja langsam auch gemütlicher werden 😉

Mega auch im Gelände. Vor allem der Druck beim Überwinden vom Hinternissen. Hier kann kein Fuss auf dem Pedal der Kupplung das Wandler-Automatikgetriebe ersetzen. Für mal eben schnell den Fussteig hoch astrein. Beim Schalter, ohne Untersetzung, roch es (ohne Schwung) dann schon mal nach Kupplung.

Das LED-Licht und die Fernlichtautomatik.

Auch heute noch – ich bin erhellt in Sachen Licht. Ein Feuerwerk für die Augen die Sprinter-LED-Scheinwerfer. Astreine Ausleuchtung der Ferne, aber auch der Strassengraben ist beinahe taghell. Einzig. Die Automatik für das Fernlicht ist etwas zäh. Wenn ich nicht dran denke, also von Hand einzugreifen, schaltet die Automatik recht spät vom Fernlicht auf das Abblendlicht. Dies wiederum dankt mir der ein oder andere Gegenverkehr mit begeisterter Lichthupe. Versteh‘ ich natürlich. Vielleicht gibt es da noch mal ein Update bei Mercedes Benz.

Der Spurhalteassistent.

Ich habe leider keine Distronic, aber den „AKTIVEN“ Spurhalteassistent sowie den Bremsassistenten. Bei Modellen mit Distronic wird der Sprinter per Bremseingriff wieder in die Spur gebracht. Genau das passiert bei mir nicht. Lediglich ein nerviges Piepen und die Anzeige im Display. Bislang konnte mir NIEMAND sagen, wie es denn nun sein muss. Der „Designer“ im Hymer ML-T 4×4 bestätigte mir das Verhalten beim Spurhalteassitenten auch bei seinem Sprinter. Seine Konfiguration gleicht der meinen.

Nun frage ich mich, ob das Serie ist?
Dann ist es für mich KEIN Assistent, lediglich eine Anzeige.

Liebe Programmierer bei Mercedes Benz – gibt es hier eine klare Aussage?
Eine Werkstatt war bislang nicht dazu fähig. Auch auf der Messe bin ich dazu nicht weiter gekommen. Danach habe ich es, ehrlich gesagt, vergessen. Der Hymer fährt dennoch gerade aus … 😉
Aber wissen würde ich es schon gern.

Wet Wiper System mit Regensensor.

Meine Sache. Wasser satt und super verteilt. Genau da wo es hin soll. Bei Speed auf der Autobahn oder beim Warten an der Signalleuchtanlage. Das Ganze, vom Regensensor, sauber gemanged. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Verbrauch.

Der ist, imho, völlig ok – für 4,1 Tonnen Lebendgewicht.
13 Liter würde ich heute als Richtwert/Erfahrung angegeben. Etwas hastiger gehen natürlich auch 16 Liter. Ganz kommod habe ich schon um 11 Liter geschafft. Auch dafür, dass der Sprinter seine Allradsachen stets mit bewegt, keine Sache. Denke ich. Und für alle Enthusiasten – ich nutze dafür seit langer langer Zeit keine Flieger und schon gar keine fetten Schiffe. Und überhaupt – ich sollte jeder mit sich im Reinen sein. Ich bin’s.

Die AdBlue-Anzeige schaltet bei ca. 5000 km auf Gelb. So habe ich mir das notiert. Nicht aufgeschrieben habe ich Hirsch, wieviel ich dabei getankt habe. Meine aber, um die 15 Liter. So wären 3 Liter Reserve. Aber – ohne Gewähr.

Und das mit dem Öl am Automatikgetriebe?

Wie oben schon geschrieben – ich lag, in anderer Mission, unter dem Auto. Naja. Also Schlosser kommt man/n dann nicht um eine Sichtkontrolle. Leute – das ist nur begrenzt geil. Warum? Na weil man jeden Scheiß sieht und sich daran reibt. Es muss also behoben werden. Immer! Sofort! Da bleibt die Planung des Tages genau an dieser Stelle stehen, besser sie verschwindet im Nirvana.

Mensch Junge, krieg dich wieder ein! Sorry. Musste sein.

Jedenfalls sah ich Öl. Vermehrt am Automatikgetriebe …

Ab in die Werkstatt – du hast Garantie.

Das wäre wohl die normalste Reaktion gewesen. Geht nicht als Schlosser und nur begrenzt zu Zeiten von Corona. Also über 3000 km weit weg von zu Hause, auf dem Campingplatz in Portugal.

Zeit für’n Bier. Am besten zwei. Könnte ja im schlimmsten Fall schlimm sein, vor allem aber die hektische Heimreise gefährden. Was ist, wenn der Karren mitten in Spanien stehen bleibt? ADAC anrufen und warten. Irgendwas geht immer. Aber als German in Spanien oder Frankreich zu einer Zeit, wo jeder mit sich selbst zu tun hat? Hm!?

Erstmal Netz checken.

Vorher aber noch mal genaue Diagnose unter dem Sprinter. Ok. Getriebeöl ist es nicht. Erstens ist es schwarz und zweitens riecht es nicht nach Automatiköl. Und so viel ist es auch nicht. Im Zweifel heim fahren und zu Hause klären … Erste Diagnose.

Noch mal drunter. Nein, genau war nichts auszumachen. Einzig. Es musste von oben kommen. Das war schwach zu erkennen. Schon mal etwas erleichtert – der Kurbelwellensimmering war es nicht. Das wäre eine größere Übung gewesen.

Die Erklärung.

Obiger Check und das Lesen im Netz brachte die Lösung.
Die Kurbelwellengehäuseentlüftung (Entlüftungen hat meist alles, wo viel Bewegung stattfindet – Getriebe, Differentiale …) wird in die Frischluftansaugung vom Turbo geleitet. Dort findet auch etwas „Öldunst“ statt. Gesammelt sind das dann Tropfen. Diese Tropfen sammeln sich zwischen dem V des Motors. Durch eine Ablaufbohrung finden sie den Weg nach unten.

Nun sah ich auch dass das „Reinluftrohr“ schief am Turbo saß. An der Stelle finden zwei Dichtungen statt. Selbe waren sicher beschädigt.

Jedenfalls habe ich dann doch beschlossen, den Mercedes-Kundendienst zu rufen. Die ganze Story und die wirklich schnelle Hilfe von Mercedes Benz in Portugal hatte ich im Heimreise-Beitrag schon mal beschrieben.

Etwas Off topic.

Passt eigentlich nicht so richtig hier her – vielleicht etwas, weil der Hymer ML-T 580 4×4 ja mehr als 3,5 Tonnen wiegt. So kam ich als blutiger Anfänger in das MAUT-Game …
Wirklich ein Graus in Europa – jedes Land hat andere Sitten. Aber gut, darüber hatte ich mich schon echauffiert. Im Beitrag über meine UTA-One-Box. Nun runde 6000 km später kann ich sagen, dass das genau mein System ist! Keine Probleme in Österreich, Spanien, Frankreich und Portugal. Die Box arbeitet, wie sie soll. 14 Tage später kommt die Abrechnung durch die UTA.

Fix und fertig.

Nun aber. Hatte mich heute, am Sonntag, gegen 9.00 hin gesetzt, um diesen Beitrag zu schreiben. Jetzt haben wir’s 14:30 Uhr. Was noch fehlt, die Bilder und das Finden der vielen Fehler im Text … 😉

Anregungen, gern auch Kritik, immer gern und direkt als Kommentar unten! Für Leser der ersten Stunde – willkommen und folgt gern der herzlichen Einladung zum Newsletter. Der tut nicht weh, kostet nix und ist jederzeit stornierbar. Komm‘ rein – würd‘ mich freuen! 😉

45 Kommentare

  1. Guten Morgen Rene,
    zum Kühlschrank hab ich was beizutragen. Mir ist aufgefallen, als ich wie von zuhause gewohnt den Käse ganz nach oben lege, selbiger angefrostet war. Dann hab ich mal die Temperaturen nachgemessen, oben im Minusbereich, unten reichlich 10 Grad. Fällt duch die Einlagen wohl nicht genug Kälte nach unten. Gefrorener Käse und warmes Bier sind dann so doch nicht mein Ding! ( Ist übringens mein erster Verdampferkühlschrank) .
    Also einen Computerlüfter gekauft, an die 12V Steckdose inner Küche angeschlossen und oben in den Kühlschrank gestellt. Hörste von draussen nix und die Temperaturverteilung ist schon deutlich besser! Muss noch nen bischen rumfrickeln um den idealen Einbauplatz zu finden.
    Der Clou aber ist: der Gasverbrauch sinkt!
    So, der Hund drängelt, ich muss raus. Geht ja Gott sei Dank noch.
    Grüsse
    Gert

  2. Grüß dich Gert-U.
    Danke für den Tip. Ja, dass habe ich auch schon festgestellt. Legerer das Bier auch in den Gemüseschubladen ganz unten. Genau da, wo es am wärmsten ist … 😉
    Am liebsten wäre mir, wenn jemand Styropor-Blöcke fräsen könnte. Exakt in den Kühlschrank passend. Damit könnte man das Volumen entsprechend reduzieren. Weiter könnte man dort gleich eine klapperfreie Halterung für Flaschen einbringen. Das wäre es doch. Sollte ich mir eigentlich gleich mal als Patent anmelden … 😉
    Aber …
    Meine letzten 3 Kühlschränke waren mit Kompressor. Hier heißt es ja immer, dass selbe besser kühlen. Beim richtigen Hersteller ist das wohl auch so. Die die ich hatte, waren schlicht gesagt eine Katastrophe. Da macht der Absorber schon einen „coolen“ Job. Selbst wenn er sich dafür Gas genehmigt. Eine andere Idee ist auch, ihn per Umschalter, über die 12 V laufen zu lassen. Dies dann über Solar kompensieren. Hatte, glaube ich, in der FB-Gruppe jemand gemacht …
    Ich glaube, über 12 V kühlt er keine 100 %, aber ein Management, wie Tags 12 V und Nachts Gas, würde schon einiges Gas sparen.
    Schon irre, wie man hier über den Gasverbrauch sinnieren kann … 😉
    Viele Grüße, René

  3. Hallo René,
    vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht und die vielen kleinen und großen Tipps auch von den Anderen (immer sehr hilfreich) und wie immer mit Deinen Kommentaren sehr auflockernd, gerade in der jetzigen Zeit. Wenn ich das so raus lese, dann bist Du mit dem ML-T 580 4×4 im Großen und Ganzen durchaus zufrieden. Wir planen im Sommer / Herbst ( trotz Krise) uns einen ML-T 580 4×4 zu bestellen, vermutlich dann aber schon mit der neuen Maschine. Wie ich gehört habe ???, wird der Allrad dann von Mercedes und nicht mehr von Obereigner geliefert. Bin gespannt 🙂 was da rauskommt oder weist Du da vielleicht schon mehr.
    Beste Grüße
    Bettina

  4. Hallo René,
    macht echt Laune deine Infos und Erfahrungen zu lesen. Schön das du mich in deinem Bericht erwähnt hast.
    Vielleicht stellen die in der Produktion des ML-T mal einen Gas-Wasser-Scheisse-Installateur 😉 ans Band!
    Dann Löpt das Abwasser auch.
    Viele Grüße
    Stefan
    PS: Im Text steht mein Name mit Strafen😉 vielleicht kannst das nochmal schick machen✌️

  5. Man/n wie Panne ist das denn!?
    😉
    Jetzt heisst du wieder Stefan!
    Danke für den Hinweis, noch mehr für das ausgeplauderte Fachwissen 😉
    Viele Grüße, René

  6. Hallo Wolfgang oder Bettina …;)
    „trotz Krise“ – genau, einfach machen. Irgendwann wird es schon irgendwie weiter gehen.
    Das mit dem Allrad, direkt von Mercedes habe ich so noch nicht gehört. Würde mich aber freuen, wenn du berichtest …
    Und – also „ich“ würde mir lieber eine „alte“ Maschine, nebst Allrad, kaufen. Einfach, weil es dort offensichtlich keine Kinderkrankheiten mehr geben könnte. Klar, auf der anderen Seite hättest du dann den ganz neuen Shit … 😉
    Bis dahin – frohes Warten!
    René

  7. hallo rené

    kann zwar nicht von 20 tkm berichten aber in der kurzen zeit habe ich nun auch 4tkm mit diversen übernachtungen in meinem neuen 580er 4×4 hinter mich gebracht und damit auch einige erfahrungen gemacht: eigentlich primär postive. und da ich gerade wieder unterwegs bin, berichte ich auch gerne ganz frisch davon – sozusagen live…

    – also die corona zeit ist eingentlich die perfekte zeit für ein autarkes fahrzeug. alles geschlossen ist der nachteil, nix los draussen ist ein vorteil; seit fünf tagen im spreewald, berlin (yes, inner city – parken und übernachten in mitte) privat/beruflich unterwegs und bislang keine versorgung oder entsorgung nötig. ok, irgendwann sollte ich mal wasser nachfassen.

    – eine wichtige rolle dabei spielt die angesprochene – tätäää – trenn-trocken-toilette. habe ich direkt einbauen lassen und bewährt sich: olfaktorisch nicht wahrnehmbar, endlose fest-entsorgungszyklen und ästethischer als jede chemie-brühe. quirlen ist mein ding – entleeren brauchte ich bislang nicht; hab’s nur einmal probiert wie es geht. just try…

    – der 3,0 liter motor ist schon klasse, sehr souveräne kraft und nimmt sich bei mir 14+ (meist) -16 (selten) liter; dies allerdings in der etwas leistungsgestärkten palmo ausführung. reifen und hoher aufbau sind allerdings sehr böse seitenwindempfindlich – wenn der seitenwind-assistent beim lkw-überholvorgang reinhaut ist das nicht wirklich lustig. reifen empfinden lenkimpulse über 120 km/h auch nur als unverbindlichen handlungsvorschlag – was ein glück, dass ich mit 4,3 to aufgelastet so schnell ja gar nicht fahren darf 😉

    – hintere gasflasche habe ich gegen eine feste lpg-flasche tauschen lassen. nach jetzt fünf tagen ist die noch zu 65% gefüllt, als backup könnte ich jederzeit auf die vordere tauschflasche umschalten. habe aber bislang bei jeder dritten tankstelle gesehen, dass ich lpg nachfassen könnte – sehr lässig! heizung/heisswasser läuft über diesel, wobei die truma deutlich leiser ist als ich erwartet/befürchtet habe – im schlafbereich kaum wahrnehmbar!

    – strom ohne ende. mit den beiden lithium packs würde ich wohl 4-6 tage an einem ort auskommen. mache ich aber nicht und nach kurzem fahren gibt es immer wieder 100%. meine solarpanele scheinen entbehrlicher luxus zu sein. inverter nervt mit sehr oft anspringendem lüfter genau im sitzbereich.

    ansonsten eine schöne und angenehme muckelbude – ambientebeleuchtung und einrichtung machen das verweilen angenehm; vor dem wagen sollte sich ja aktuell kein leben abspielen. bett könnte besser sein – kopfstossen an den oberschränken garantiert; fensterbretter: ohne worte 🙁 die grosse garage für fahrräder und zubehör: reinschieben ohne jegliche demontage – passt…

    jetzt fehlt mir nur noch die auflastung für die hinterachse um auf der sicheren seite zu sein was nicht so ganz einfach zu sein scheint. gutachten deltafelgen und traglast der reifen sind für den tüv immer noch zuwenig und goldschmitt kann kein gutachten für die luftfedern hinten bereitstellen…

    werde mal weitertesten; bis dahin…
    gruss von unterwegs – manfred

  8. Wow – Manfred. Danke für deine vielen Zeilen. Ich glaube zu wissen, wieviel Mühe das macht. Der Dieselverbrauch ist ok, wirst gut am Gas hängen und hören wollen, wie der Sprinter faucht … 🙂 Das gibt sich ja irgendwann. Solltest ohnehin erst mal etwas einfahren. Finde den MLT gar nicht so anfällig für Seitenwind – meine, da war der GCS wackliger.
    Berichte UNBEDINGT von Flow der Trennhütte!
    Gas brauchst du nur zum Kochen und für den Kühlschrank – da sollten 2 Flaschen echt lange reichen.

    Weiterhin gute Reise und immer schön quirlen … 🙂
    René

  9. Hallo René,
    kannst Du vielleicht noch genauer beschreiben, welches Sicherheitsschloss du eingebaut hast.

    Merci für die vielen Infos,
    Gerald

  10. Grüß dich Gerald. Ich hatte gehofft, dass niemand fragt … 😉
    Normal dokumentiere ich (für DRAUZZEN) irgendwie alles. Aber eben nicht, die Nummer des ABUS-Schlosses. Bitte check mal bei deinem Händler ein. Ist auf jeden Fall von ABUS und über Hymer bestellbar. Dazu ist ein Distanzstück aus Sperrholz. Solltest du hier wieder kommen, berichte uns gern. Würde mich freuen. Viele Grüße, René

  11. An Manfred
    das mit der Gastankflasche klingt interressant. Allerdings hört man immer wieder das der TÜV dei Abnahme verweigert. Hast Du das irendwie gelöst?
    Grüsse Gert

    P.S. : Nach vielen Nächten im ML-T lässt das Problem mit dem Kopfanschlagen nach, passiert mir praktisch gar nicht mehr!
    Also Kopf hoch, bzw Runter.

  12. hi gert – die lpg lösung ist wirklich klasse und so einfach und flexibel. gestern beim tanken zufällig an einer räumlich passenden säule gestanden. während vorne der diesel noch reinlief war ich hinten mir der lpg betankung schon fertig. die tausch-gasflasche ist nur noch backup und für den fall, dass man evtl. noch sommer-lpg in der sehr kalten jahreszeit hat und dieses dann nicht mehr anständig verdampft.

    einau habe ich bei wynen in viersen (darf man das schreiben, sonst -rené- bitte löschen) und der aufwand war schon beträchtlich, da die flasche rahmenfest befestigt werden musste, ergo: boden des gasfachs aufschneiden. tüv abnahme war dann kein problem, bei bedarf mache ich gerne ein bild oder schicke die kopie des abnahmegutachtens.

    lg – manfred

  13. Hi Manfred. Danke für die perfekten Infos. Bilder würden mich auch freuen 🙂 Würde sie dann hier gern zeigen. Von drauzzen, René

  14. An Manfred:
    Moin Manfred,
    am 4. Mai hattest du davon geschrieben, dass du auf 4,3 to. aufgelastet hast. Wie hast du das hinbekommen? Hymer und
    Mercedes waren nicht von meiner Idee begeistert, meinen ML-T 580 4×4 aufzulasten. 🙁
    Und wie du richtig beschrieben hast, hat die Fa. Goldschmitt für meine eingebaute Zusatzluftfeder an der Hinterachse noch kein Gutachten für die Auflastung von 4,1 auf 4,3 to. Bin gespannt auf deine Antwort…!
    Viele Grüße aus dem Norden
    Frank

  15. hallo frank

    tja, das war irgendwie kein thema – habe beim kauf gesagt, dass ich das fahrzeug gerne aufgelastet hätte und habe es dann mit 4,3t übernommen. gutachten habe ich und das inkludiert im zusammenhang mit der auflastung die delta felgen, die reifen mit 119 tragindex und die goldschmitt luftfederung. kann ich dir bei bedarf sehr gerne zukommen lassen.

    aber… ich habe ein viel grösseres und wirklich unangenehmes problem: nach der jüngsten tour wollte ich es dann wissen und bin mit vollem fahrzeug (e-bikes, tanks ca. 75% voll) zur waage gefahren. gesamtgewicht 3.960kg und somit auf der besten aller seiten. dann die hinterachse: 2.500 kg und damit trotz meiner grosszügigen auflastung 70kg überladen – denn die auflastung auf 4,3t hat keine auswirkung auf die zulässige last an der ha. das nervt!!!!!

    hatte im vorfeld schon informationen zusammengetragen: felgen/reifen würden ausreichende 2,6t hergeben und dafür habe ich auch gutachten. aber goldschmitt hat auf anfrage kein gutachten für eine auflastung. falls jemand eine idee hat wie ich da vorgehen kann um mehr ha-last fahren zu können wäre ich sehr dankbar. hab‘ schon halb scherzhaft überlegt, 100kg bleigewicht in die vordere stossstange zu packen, das würde die kiste dann hinten hochhebeln und vorne habe ich ja noch endlos luft bei der va-last…

    lg aus dem rheinland (nun wieder drinnen)
    manfred

  16. Hallo Manfred,

    sehr gerne würde ich mich mit dir direkt austauschen. Bitte nehme doch unter schneider-marne@web.de
    mit mir Kontakt auf. Super, vielen Dank für das Angebot und hoffentlich bis nachher! 😉

    VG
    Frank

  17. Hallo zusammen,
    das sind wirklich interessante und vor allem verwertbare Informationen, die gerade so mit der Zeit zusammen kommen.
    Insbesondere in meiner Situation, da mein Fahrzeug voraussichtlich in zwei Wochen ausgeliefert wird. Es wird gleichwohl ein ML-T 580, 419, 4×4, aufgelastet auf 4,1 to und gleich mit den schicken Felgen und Reifen ;-). Den Artikel mit dem Interview habe ich direkt mal an den Händler weitergeleitet, damit er sich die Tachoanpassung sparen kann und Fachwissen vermittelt bekommt…

    Nun bin ich in den finalen Vorbereitungen und habe mangels verwertbarer Daten noch keine Entscheidung für eine Trockentrenntoilette treffen können. Dass es eine wird, ist klar. Aber mir fehlen Maße, die für die Entscheidung einer der beiden in Frage kommenden reichen würde. Denn umbauen muss ich das Ganze ja dann zügig, also vorher bestellen…

    @ Manfred, was hast Du für ein Modell genommen und hast Du die Trockentrenntoilette selbst eingebaut? Ich muss mich mit der Materie erst einmal intensiv befassen, damit ich auch zügig nach Auslieferung los kann ;-). Also, für Info wäre ich sehr dankbar.

    @ René: wenn Du so vehement die Trockentoilette ablehnst, was spricht denn dann für eine herkömmliche Thretford? Mir wäre das Geschwabbel beim Entleeren recht lästig, deshalb suche ich nach einer geeigneten Trockentrenntoilette.
    Im Ernst, mir stellt sich die Frage, wie Du das bei autarkem Stehen regelst. Nach zwei Tagen den Standort wechseln zur Entsorgen oder Entsorgung direkt an Ort und Stelle (Chemie?)?. Würde mich interessieren, wie Du das machst.

    Ansonsten konnte ich schon recht viele Info’s verwenden und in die Planungen einbeziehen. Vielen Dank hierfür.

    Besten Gruß aus Bonn,
    Günter

  18. @günter – ich hatte renè zur ttt (trenn-trocken-toi) ein etwas längeres elaborat geschickt, da er ja grundsätzliches interesse daran zu haben schien. aufgrund des doch etwas delikaten themas dies aber eben nicht in den blog gesetzt. da du aber nun explizit danach fragst, kopiere ich es ein wenig editiert hierhin. vielleicht kann renè dann noch die bilder einfügen, sonst musst du mir ggf. deine mailadresse zukommen lassen.

    Einbau betankbare Gasflasche (Wynen) Hymer ML-T 580 Einbau betankbare Gasflasche (Wynen) Hymer ML-T 580 Einbau betankbare Gasflasche (Wynen) Hymer ML-T 580 Einbau betankbare Gasflasche (Wynen) Hymer ML-T 580

    —paste—

    da der trocken-quirl-topf ja wohl von gewissem interesse zu sein scheint, hier einige bilder und ein kleiner use-report. vielleicht nichts für die zart besaiteten – aber dazu gehöre ich auch: habe eine extrem geringe ekelschwelle und hätte aus diesem grund wohl bei jedem chemieklo-ausleeren ko…zen müssen.
    mein teil ist übrigens nach wirklich intensiver beschäftigung mit dem thema nicht die allgegenwärtige nature-head sondern eine airhead geworden. optik und sitzgefühl (klassische brille) sowie entnehm-/entleerbarkeit des flüssigteils fand ich deutlich besser – ausserdem schimmert durch den flüssigbehälter nichts durch, was schon aus der ferne als limo zu erkennen wäre (problem der nature-head).

    also zur benutzung einige stichworte, ich fange mal mit dem flüssigteil an:

    * setzen, laufen lassen und anschliessend mit einer sprühflasche einige spritzer essigwasser (ggfs. aromatisiert, nehme „aesop post poo drops“ – kein scherz!) – riecht nicht und es bildet sich auch nix (urinstein etc.)

    * wenn kein wasser dazu kommt stabilisiert sich urin im behälter und riecht nicht unangenehm

    * durch die permanente absaugung (graues rohr im foto) und den gedichteten deckel/brille gibt es eh weniger gerüche als zuhause auf dem normalo-pott, im hymer bad ist nichts zu bemerken!

    * flüssigbehälter reicht für zwei personen ca. zwei tage – dann in eine toilette (autobahnuinal) oder irgendwo in die botanik, ist ja mit hohem stickstoffgehalt guter dünger (vorher mit wasser verdünnen).

    * nach der tour wasser und danchlorix durch die schüssel in den flüssigbehälter laufen lassen, zeit zum wirken geben, schütteln, alles ausspülen – sauber und zwar richtig!

    und nun zum etwas solideren teil:

    * der behälter ist mit kokosfasern gefüllt und das produkt fällt geräuschlos und durch die absaugung innerhalb des topfes geruchsfreier als daheim (hat mich gewundert!)

    * papier mit rein oder getrennt ist freibleibend, funktioniert beides

    * sodann feststoffklappe schliessen, sich wieder richten und den über umlaufende gummilippe gedichteten deckel/klobrille zumachen – dann sieht es aus wie auf den bildern.

    * nun und immer mal wieder von zeit zu zeit rühren in beide richtungen – das ist komplett geruchsfrei, durch die absaugung merkt man nix. die fasern nehmen die feuchtigkeit auf, durch das rühren wird zerkleinert und verteilt und es hilft bei der durchtrocknung. hierzu werde ich mir auch noch eine motorische lösung basteln damit das handquirlen entfällt.

    * durch die permanent (!) laufende absaugung wird die ganze geschichte getrocknet und dann ist eh vorbei mit dem geruch (selbst mit geöffneter feststoffklappe). optik (wenn man denn doch mal durch die klappe schauen möchte) wie trockener torf, da alles gut zerkleinert.

    * leeren nur wenn der behälter voll ist – man sagt bei zwei-personen nutzung ca. 4 wochen. Da es trocken ist braucht auch nach der tour nicht entleert zu werden, selbst wenn es wochen bis zum nächsten einsatz sind.

    zum leeren kann man die ganze installation rausnehmen, das oberteil abnehmen und bei bedarf dann auch mal gründlich reinigen (eigentlich nicht nötig, da sich nichts festsetzt). über das unterteil einfach einen müllbeutel stülpen, das ganze rumdrehen, ausklopfen und müllbeutel wegschmeissen (oder auf den kompost, denn das wird es wenn es noch ein wenig weiterfermentiert). immer dran denken: konsistenz und ggfs. geruch ist wie torf / trockene erde; für ästethische und sensorische pingel wie mich kein problem. behälter muss und soll nicht feingereinigt werden, da die torfreste die starterbasis für die kompostierung der neuen füllung bilden.

    und da ja bei mir als nicht-camper autarkie ganz wichtig war, ist diese lösung nicht nur ästethisch vorne sondern auch wegen der entleerungszyklen die einzige möglichkeit auf stationen zu verzichten. man glaubt nicht, wie cool die fünf tage gerade waren: keiner unterwegs (waren ja alle plätze mit versorgung geschlossen) und alles aus dem fahrzeug heraus machen können. keine station für versorgung oder entsorgung gebraucht und so wäre das auch noch lange weitergegangen.

    hier die bilder – durch den tiefen blickwinkel wirkt es deutlich martialischer als es im bad erscheint. wenn man aus stehhöhe draufschaut ist es wie ein normaler pott und sicher nicht störend im ml-t. palmo hat mir die thetford ausgebaut, seitlich eine neue platte eingesetzt durch die auch die entlüftung nach aussen in die sog-einheit geht. eine holzplatte wurde auf den boden gesetzt und darauf die befestigung angebracht. wenn der wagen am kommenden dienstag für restarbeiten nach bielefeld geht, nehme ich die ganze einheit einfach raus.

    😉 – manfred

  19. Wow, Manni! Du rockst mich gerade!!! DANKE für das SUPER FEEDBACK in Sachen TTT!!!
    Bitte entschuldige, dass ich auf deine Mail noch nicht reagiert habe. Meinen „Bastelarbeiten“ geschuldet. Der ML-T hat nun neue Felgen/Reifen, nebst versetzten Spritzlappen hinten und neuen LED-Scheinwerfern an der Front. Bilder/Berichte folgen natürlich!
    So nach und nach überzeugst „du“ mich in Sachen TTT.
    Schick mir doch gern mal deine Telefonnummer und lass uns telefonieren.
    😉
    Viele Grüße, René

  20. Hi Günter. Berechtigte Frage. Aber soll ich hier wirklich über meine „Schei…“ sprechen/schreiben? Nein. Das will ich eigentlich nicht … 😉 Die Trenntoilette lehne ich nicht ab. Vielmehr das aktuelle Prozedere. Noch mehr die Optik. Irgendwie erwarte ich auch, dass sich hier die renommierten Hersteller Gedanken machen und entsprechende Umbausätze anbieten.
    Bin da gerade im Klinsch. Am ehesten mit mir. Aber du merkst, dass es mich umtreibt. Vielleicht wird es ja doch eine Trenntoilette …
    😉
    Von drauzzen, René

  21. Nun sind sie drin – die Bilder zur Trockentrenntoilette von Manfred. Nochmals RIESEN Dank dafür …
    Viele Grüße, René

  22. Moin René,

    bei deinen neuen Felgen tippe ich ganz schwer auf die Legacy Forged in 9x18et20 🙂
    Kanns kaum erwarten Bilder zu sehen.

    Viele Grüße

    Daniel

  23. Hallo zusammen,
    das sind ja Informationen pur, die ich gerne aufnehme und umsetzen werde :-). Vielen Dank für die allseitige Mühe.
    Wenn ich das richtig erkenne, ist die eingesetzte Platte („…seitlich eine neue platte eingesetzt durch die auch die entlüftung nach aussen in die sog-einheit geht…“) etwas aus dem Sortiment von Hymer, damit es sauber aussieht.
    Die SOG (Dachausführung) hatte ich noch abbestellen können, da ich von Anfang an überzeugt davon war, dass es eine TTT werden soll. Da werde ich wohl eine Lösung finden, um die Entlüftung zu realisieren.
    Allerdings ist Hymer auf solche Extras nicht vorbereitet… Für mich war es deshalb ein Glückstreffer, hier etwas davon zu lesen, da mir die notwendigen Maße zum Einbau natürlich nicht vorliegen und niemand so wirklich an das Thema heranwollte. Interessant ist noch ein separater Urintank (außen zugänglich). Da muss ich noch recherchieren. Ingesamt ist es nun etwas klarer, vielen Dank, Manfred.

    Eine Dieselheizung hätte ich auch gerne mutbestellt, war aber in den Prospekten nicht aufgeführt. Dafür dann das Arktis-Paket. Wegen des nachträglichen Einbaus eines eines Gastanks versuche ich gerade eine Fachfirma im Raum Bonn ausfindig zu machen. Dabei wäre sicherlich weiteres Bildmaterial oder Kopie des Abnahmegutachtens hilfreich (guenter at roesseler de oder guenter.roesseler at auswaertiges-amt de –> ist derzeit manchmal die „bessere“ Adresse, will meinen, das eher abgerufene Mailpostfach) ;-).

    Und an den versetzten Spritzlappen bin ich natürlich auch interessiert ;-). Wenn es da noch Hinweise gibt, die mir den Umbau erleichtern, wäre das prima.

    Nochmals besten Dank,
    Günter

    @ René: sehr informative Seite, die nicht nur inspiriert sondern auch die eigenen Entscheidungen bestätigt. Danke für die Mühe.

  24. So so, nun liest hier also das auswärtige Amt mit … 😉
    Bin mir sicher, dass sich Wolfgang noch zu deinen Fragen meldet. Bilder von den versetzten Spritzlappen reiche ich gern nach.
    Von drauzzen, René
    Ps. Irren Dank für das wohlgesonnene Feedback, dass motiviert …;)

  25. Hi,
    nur kurze Rückmeldung: habe reichlich Info’s von Manfred erhalten, allesamt sehr hilfreich.

    Auch wenn ich mich wiederhole: auf dieser Seite habe ich die besten, für mich verwertbaren Informationen erhalten. Nächste Woche soll das Fahrzeug geliefert werden, dann geht’s an die eigenen Projekte (TTT, Wasserfilteranlage „Water-Jack“, Alarmanlage Thetronik und diverse Kleinigkeiten ;-). Bin mal gespannt, wie mein Hymer-Händler in Köln die Eintragung der Felgen und Reifen hinbekommt – tolle Info’s (danke René), hat er ja bereits. Damit sollte es klappen :-).

    Angenehmen Feiertag (Vatertag) und bis demnächst,
    Günter

  26. Mensch Günni. Das liest sich gut/gern. Danke fürs Feedback, freut mich natürlich. Schon mal gute Reise! Bis bald, drauzzen. René

  27. Hallo Renè,
    ich hätte da mal eine Frage. Hast Du hinten bei Deinem ML-T die beiden Stützfüße dran und bringen die überhaupt wegen der Höhe beim 4×4 etwas? Danke für eine kurze Rückmeldung.
    Grüße Wolfgang

  28. Grüß dich Wolfgang. Ja, die Füße habe ich dran. Nutze sie recht wenig. Nur, wenn ich lange an einer Stelle stehe. Die Funktion ist trotz Höhe gegeben. Sie heben das Heck schon an, so nötig. Die Schaukelei reduziert es enorm. Von drauzzen, René

  29. Absolut toll dieser Blog, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

    Wir sind kurz vor der Kaufentscheidung für einen neuen Hymer ML-T580 4×4. Was uns beiden jedoch grosse Probleme bereitet, sind die beiden Frontsitze des 4×4. Eingeschränkte Verstellbarkeit und unbequem hart für längere Fahrten auf unbefestigten Strassen (Da sind selbst die Sitze des Hymer B-Klasse 580 (Aguti-Sitze) besser. Die Top-Sitze der Firma Grammer AG Amberg werden von Hymer leider noch nicht angeboten. Welche Erfahrungen habt Ihr diesbezüglich über die gefahrenen Langstrecken mit dem tollen Hymer ML-T580 4×4 ?

    Beste Grüsse, habt vielen Dank.
    Urs

  30. He Urs. Danke für deinen Kommentar. Klingt etwas, als wolltest du hier Werbung machen … 🙂
    Für mich kann ich sagen, dass ich mit den Sitzen in ML-T super zufrieden von …
    René von drauzzen …

  31. Habe neulich 1100 km am Stück, im HYMER-ML-T-Sitz verbracht … 🙂 Selbst habe ich wirklich nichts auszusetzen. Zugegeben, ohne irgendwelche Leiden an Rück und Co. Vielleicht gibt es ja noch eine Gegenstimme dazu … 🙂 René von drauzzen …

  32. Hallo, ich möchte einen ML T 4×4 kaufen,dass Angebot liegt mir von Palmo schon vor, auch die 4,3t sind nicht das Problem die bekomme ich auch aber nicht die Hinterachsauflastung, gibt es da schon jemanden der weiterhelfen kann? Danke schon einmal für Infos.
    Gruß Axel

  33. Hi Axel. An der Baustelle wird tatsächlich grad gearbeitet. Würde mich tatsächlich freuen, wenn hier schon jemand mehr weiß …
    Was hast du mit deinem ML-T in Sachen Last auf der Hinterachse vor? Viele Grüße, René

  34. Hallo Ren’e, erst mal danke für rasche Antwort, ja das ist ein leidiges Thema und ich möchte bei so einer Neuanschaffung zumindest halbwegs auf der sicheren Seite sein. Ich war bei einem anderen Händler und habe die Frage der Auflastung gestellt, wollte dann noch ein Wiegeprotokoll, dann hat er gleich gesagt so verkauft er das nicht. Das hat mich etwas misstrauisch gemacht, keiner kann mir so richtig sagen was wie schnell der ML T auf der Hinterachse überladen ist. Bei Palmo habe ich die Angaben bekommen, eine Person, Tank zu 90%, eine 11kg Gasflasche und 20 Liter Frischwasser. Die Angabe mit dem Frischwasser stört mich da das Fahrzeug 120 Liter hat, dass sind schon 100kg und da haben wir noch kein Grauwasser berechnet.
    Ich habe vor ein E Handbike ca 30kg, ein Elektrobike ca. 25kg, einen kleinen Hundeanhänger ca. 10kg, bisschen Werkzeug ( Kiste, Ratschenkasten groß und klein ca. 7kg ) , klappspaten, Beil, zwei Campingstühle, einen Campingtisch, ein Campinggrill klein ca. 3kg, zwei Auffahrkeile, Stromkabel mit verschiedenen Adaptern, dass wäre so in etwa die Grundausstattung für hinten in die Garage . Vielleicht kann mir ja einer von euch sagen ob ich damit hin komme bzw. noch Reserve habe. Das Fahrzeug hätte keine Dachklimaanlge, keine zweite 11kg Gasflasche und der Gasflaschenauszug entfällt auch. Viele Grüße Axel

  35. Grüß dich Ernst oder Axel?
    Ja, ein wirklich leidiges Thema – Gewicht beim Wohnmobil.
    Ehrlich gesagt, mir hat bislang auch die Zeit gefehlt, mich um das genaue Gewicht des ML-T zu kümmern.
    Also das Achs-/Rad-weise wiegen des Campers.

    Die Angabe mit 20 Liter Frischwasser entspricht wohl den allgemeinen Vorgaben der Industrie.
    Da kannst du schon mal 100 kg fürs Wasser zurechnen … Starte auch immer mit vollem Tank.

    Das größte Problem sind hier, fast ausnahmslos, die Hersteller. Also die Serienhersteller. Hier wird oft, ohne Rücksicht auf Verluste/Gewichtsverteilung drauf zu gebaut … Hatte mal einen Ducato mit Dangel von Westfalia, der wog leer schon ziemlich 3500 kg. Aber das bringt uns ja nicht weiter. Sobald ich mehr weiß, sprich auch mal auf der Waage war, melde ich mich.
    Viele Grüße, René

  36. Hallo Rene,

    wollte mir mal die neuen Felgen von DELTA anschauen … die die Du aktuell verbaut hast … very nice!

    Zu meiner Enttäuschung sind die Felgen aktuell garnicht lieferbar, oh Schreck.

    Hast Du die direkt über PALMO bezogen?

    Danke für die Rückmeldung.

    Gruß Frank

  37. Hi Frank. Ja, dass mit den Lieferengpässen kann ich mir gut vorstellen. Wegen der aktuellen Lage wird es hier und da klemmen … Ruf doch mal den Daniel an, wenn er nicht (auch über Palmo) helfen kann, wird’s eng … 😉
    Viele Grüße, René

  38. Servus Renè,
    kannst Du mir eventuell folgende Frage beantworten. Der Manfred hat im Mai geschrieben, dass er sich zu seiner normalen Gasflasche eine LPG Flasche fest verbauen lies. Gehe ich Recht in der Annahme, dass der Druck auf die Außengassteckdose 30 mbar ist und hier ein entsprechender Grill dann angeschlossen werden kann. Muss ich dann mit einem Campingdruckregler arbeiten, wenn ich mit der normalen Gasflasche oder über die LPG Flasche im Fahrzeug koche bzw. den Kühlschrank laufen lasse?
    Beste Grüße Wolfgang

  39. deine frage war gerade als mailbenachrichtigung bei mir hochgeploppt… dann kann ich ja auch mal direkt antworten: im womo hast du grundsätzlich 30 mbar und alle komponenten im fahrzeug sind auch darauf ausgelegt. den druckregler hast du direkt an den flaschen verbaut, da spielt es keine rolle ob lpg oder flasche.

    das problem dabei ist aber, das nun auch an der gassteckdose 30mbar anliegen und sämtliche anständigen grills immer auf 50mbar ausgelegt sind. aber einen einmal verminderten druck bekommst du halt auch nicht mehr hoch und damit kommt der grill nicht auf temperatur. somit einen der seltenen 30 mbar gasgrills kaufen oder aber eben die flasche rausnehmen und mit einem 50mbar gasregler direkt an den grill anschliessen.

    meine lösung, auch durch einen blog-kollegen hier initiiert, ist ein kleiner aber leistungsfähiger skotti grill und eine 500 gr. kartusche. klappt auch um sechs leute vom grill satt zu bekommen und braucht keinen stauraum.

    gruss – manfred

  40. Hallo Renè, Servus Manfred,
    ich bin immer wieder begeistert, wie gut und schnell der Austausch stattfindet und das man sich gegenseitig Tipps gibt und immer Hilfe leistet, da geh ich beruhigt auf Tour. Vielen Dank für den schnellen Tipp und den Hinweis der Kartusche. Vermutlich werde ich mich erst mal nach einem kleinen 30 mbar Gasgrill umschauen, nachdem wir unseren MLT 580 4×4 mit Außengasdose gekauft haben. Es wäre mal richtig Klasse und eine Anregung an Renè, wenn sich die „Drauzzen“ Freunde zu einem kleinen Treffen mit Ihren Fahrzeugen finden könnten, hätten bestimmt viel Spaß miteinander und der fachliche Austausch wäre einfach phänomenal.
    Herzlichen Dank und beste Grüße aus Bayern
    Wolfgang

  41. Guten Morgen Rene,

    seit vielen Jahren fahre ich Offorad mit einem speziell umgebauten Jeep Rubicon, der Offroad ausgesprochen fähig ist. Mit inzwischen 54 Jahren gebe ich allerdings zu, dass ich mich zunehmend nach etwas weniger Aufwand sowie ein Bad sehne, das ich beim Campen in der Wildnis nutzen kann. Nun habe ich Deinen positiven Bericht zum ML-T 580 gelesen und bin tatsächlich hin und hergerissen zwischen einem Sprinter Canyon 4×4 mit Hubdach und dem ML-T 580 4×4.

    Mir ist klar, dass man mit beiden Fahrzeugen nicht an die Grenzen gehen sollte im Gelände und sie nicht ansatzweise mit einem Jeep, Defender oder LandCruiser zu vergleichen sind. Aber ein paar engere Schotterwege in den Französischen Alpen, Sandstrände oder kalte Nächte nördlich des Polarkreises in den Wäldern sollten möglich sein.

    Mir hat der ML-T optisch auch sehr gefallen. Ich frage mich nur, ob der GFK Aufbau bei Fahrten im Gelände und leichten Verschränkungen bereits Schaden nehmen kann oder ob dieser so aufliegt, dass er weitgehend entkoppelt ist vom Leiterrahmen? Könnte der Aufbau leichter brechen als die Karosse eines Kastenwagens. Wie schätzt Du das ein?

    Eine weiterer Punkt der mich umtreibt ist das Allrad System. Es hat eine Untersetzung sowie das System 4ETS, welches angeblich die fehlenden Differenzialsperren ersetzen soll. Hast Du damit Erfahrungen? Funktioniert das gut? Ich bin diesbezüglich beim Jeep natürlich verwöhnt (alles Sperren vorhanden und eine sway bar.

    Falls Du Zeit und Lust hast mit mir Deine Erfahrungen dazu zu teilen, würde ich mich freuen.

    Dir ein schönes Wochenende und beste Grüße …

  42. Grüß dich, vielen Dank für deine Zeilen.

    Folgende, schnelle Anmerkungen.
    Ich bin vom Hymer Grand Canyon S 4×4 auf den Hymer ML-T umgestiegen. Einfach, weil mir der GCS zu klein war. Das Aufstelldach war damals noch keine Option. Darüber hätte ich sicher nachgedacht … 😉
    In Summe kann ich nun – da ich beide Fahrzeuge in etwas gleich lange fahre/habe – sagen, der ML-T ist in Sachen Komfort richtig weit vorn. Allein der Fakt, dass er in der kalten Jahreszeit wesentlich besser funktioniert … Klar, auch der Platz!

    Gut, du willst Offroad fahren …
    Dafür taugen beide nichts. Also für richtig Offroad. Da würde ich mir lieber nen Hänger anhängen und den Rubicon mitnehmen … 😉
    Mit dem Hymer Grand Canyon S oder dem ML-T wird’s im Gelände einfach zu teuer. Imho.
    Beide Fahrzeuge sind nur begrenzt im Gelände einsetzbar. Der ML-T ist eher ein Schlechtwegefahrzeug, allein wegen dem 2 Meter langen Überhang. Allerdings passt in genau solchen eine Enduro … 😉 Was dem ML-T mehr, dem GCS aber auch fehlt, die Verschränkung. Kurz um, beide sehen nach richtig Gelände aus. Beide können da auch einiges. Aber für grobes Gelände eher nicht geeignet. Meine Meinung. Schlechte Wege mit Sand, Schlamm, Schnee können sie aber prima. Gerade im Winter gehen sie, mit den elektronischen Helferleins, ganz sportlich …

    Wenn du nun immer noch unsicher bist, wende dich an (Werbung) Mario von OLLROAD Reisemobile in Chemnitz. Der vermietet den GCS und den ML-T 4×4. Da kannst du es einfach mal probieren.

    Sonnige Grüße, René

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